E. Individuelle Wege zu Besserung und Entgiftung

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Isidora Paddepüh
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Re: E. Individuelle Wege zu Besserung und Entgiftung

Beitrag von Isidora Paddepüh »

http://www.csn-deutschland.de/blog/2008 ... nsitivity/
http://www.csn-deutschland.de/108therapie.htm

Es wurden folgende Behandlungsmethoden als hilfreich betrachtet:

Neutralisations-Therapie nach Miller gegen Schimmelpilze
Vermeidung von Nahrungsmitteln, die allergische Reaktionen hervorrufen
Aneignung einer Expositionsvermeidungsstrategie Reaktionen gegenüber Chemikalien, die MCS-Reaktionen verursachen
Schaffung eines umweltkontrollierten Wohnumfeldes
Umzug in eine weniger schadstoffbelastete Gegend
Niedrigtemperatur Sauna Entgiftungsprogramm
Raumluftfilter
Lesen von Büchern mit Informationen über Nahrungsmittel- und Chemikaliensensibilitäts-Problematik
Mitglied einer Selbsthilfegruppe
Verbindung zu anderen MCS-Betroffenen zum Informationsaustausch und Selbsthilfe
Homöopathie
Einnahme von Vitaminen / Mineralstoffen
Meditation, Entspannungstechniken, Gebete
Antimykologische "Candida" Therapie
Entfernung quecksilberhaltiger Amalgam Zahnfüllungen
Normales Vitamin C
Intravenöse Vitamin C Therapie
Rotationsdiät
Tri-zyklische Antidepressiva
Chelat-Therapie
Blau-grüne Algen (AFA-Algen)
Lymphdrainage
Bindegewebsmassage
Nortriptylin (Antidepressivum
Magnesium Supplemente
Hai-Cartilage (Haiknorpel)
Ental (???)
Vancuil (??)
Ventalin (gegen Asthma)
Vancenase (Nasalspray)


Diese Behandlungsmethoden wurden insgesamt eher neutral bewertet:

Neutralisations-Therapie gegenüber Chemikalien (Miller Technik)
Therapie / Beratungsgespräch
Akupunktur
Chiropraktische Manipulation
Einnahme von Kräutern
Vermeidung von elektromagnetischen Feldern
Anti-Parasiten Therapie
Colon-Therapie
Kaffee-Einläufe
Diflucan
Ester Vitamin C
Knoblauch (Kyolic)
Coenzyme Q10 (normale Dosis)
Acidophilus
Verdauungsenzyme
Entsaften / Gerson-Therapie

Schilddrüsen Supplemente
DHEA
L-Glutathion (reduzierte Form)
Acyclovir (Zovirax)
Gamma Globulin Injektionen



Und diese Behandlungsmethoden hatten eher negative Wirkung:

Neutralisations-Therapie gegenüber Nahrungsmitteln (Miller Technik)
Nystatin
Nizerol
Knoblauch (frisch)
Sunrider Kräuterprodukte
Ultra Clear
KM
Hydrogen Peroxyd (H2O2) Therapie
Kutapressin Injektionen
Potenzierte Enzym Desensitivisierung (EPD)
Intravenöse Gamma Globulin Therapie
Tranfer Factor
Prozac
Zoloft
Elavil
Wellbutrin

Klonopin
Intravenöse SalzlösungNahrungsmitteln
Magnet-Therapie
Flexeril
Doxepin
Entax
spezielle Diäten mit "müssen Sie essen"



Zur Millertechnik ist noch anzumerken:
Millertechnik, eine Desensibilisierungsbehandlung, die auch im Akutfall hilft, wurde von fast 55% (178 Pat.) der Patienten als hilfreich bis sehr hilfreich befunden, wenn die Seren ohne Konservierungsmittel waren. Waren die Desensibilisierungsseren hingegen mit Konservierung, wurden sie von nicht so vielen Patienten positiv bewertet und die Anzahl der Teilnehmer, die geantwortet hatten, dass diese Therapieform schädlich oder sogar sehr schädlich für sie war, erhöhte sich dadurch erheblich.
Ein Betroffener erklärte dazu, dass es wahrscheinlich darauf ankommt, in welchem Land man die Präparate kauft.
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Hoppelhase hat geschrieben:In einem anderen Forum wurde die Frage gestellt, welche Therapien MCS-Kranke selbst wählen und wovon sie sich wünschten, dass die Krankenkasse diese übernehmen würden.

Die Antworten sind allein schon wegen der geringen Zahl nicht repräsentativ. Außerdem wurde die Frage vor 4 Jahren gestellt und die "Wunschtendenz" könnte heute eine andere sein.

Quelle der Antworten: >>> klick <<<

Sehr häufig wurde der Wunsch nach Übernahme einer Sauerstoff-Therapie genannt sowie der Kosten für Sauerstoff-Flaschen.

Immer wieder genannt wurde auch der Wunsch, dass die Kosten für Vitamine und Mineralstoffe übernommen würden.

Weitere Wünsche waren die Übernahme von homöopathischen Behandlungen, Massagen/Lymphdrainagen, Luftfiltern, Wasserfiltern.


Was haltet Ihr für so wichtig, dass die Krankenkasse die Kosten übernehmen sollte?
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Mondenfrau
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Re: E. Individuelle Wege zu Besserung und Entgiftung

Beitrag von Mondenfrau »

Mir hat ein englischsprachiges Buch sehr geholfen, in dem ich alles Mögliche an machbaren Selbsthilfen gefunden habe - bis hin zu Tipps für Homöopathie oder spirituellen und seelischen Hilfen. Wirklich sehr umfassend und inspirierend, wenn man des Englischen mächtig ist.

Die Rede ist von Frances Taylor/Jacqueline Krohn: "Natural Detoxification. A practical Encycopedia. The Complete Guide to Clearing your Body of Toxins." erschienen bei Hartley & Marks. Ich hoffe, das Buch gibt es noch zu kaufen, es lohnt sich.

Ansonsten studiere ich gerade einige Bücher der amerikanischen Heilerin Caroline Myss, die unglaubliches Wissen zum Thema Heilung versammelt hat - und ganz unabhängig von der Erkrankungsart über Heilung im Allgemeinen und Besonderen schreibt. Von ihr gibt es diverse Bücher auf Deutsch. Diese konfrontieren einen zum Teil mit einem Haufen Fragen, die man sich garantiert noch nie gestellt hat. Carolines Verständnis von dem, was Krankheit verursacht, was uns krank hält und was unserer Heilung im Weg steht, finde ich sehr bedenkenswert und inspirierend.

Mondenfrau

Dieser Wälzer lohnt das Lesen.
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Muse
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Re: E. Individuelle Wege zu Besserung und Entgiftung

Beitrag von Muse »

Ölziehen - eine traditionelle Form der Entgiftung

Dieses "Hausmittel" ist den meisten vermutlich bekannt. In dem folgenden Link findet sich eine m. E. gute Beschreibung - für mich waren einige neue Aspekte dabei: http://www.meine-gesundheit.jetzt/docum ... ziehen.pdf
filippjd
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Re: E. Individuelle Wege zu Besserung und Entgiftung

Beitrag von filippjd »

ja, kaffee ist auch sehr gut, ich benutze es bereits und arbeite gut für mich. Besonders Gepa Kaffee, das mein Favorit ist, weil es in verschiedenen Farben und mit einem fantastischen Geschmack erhältlich ist. Vielen Dank für die Weitergabe der Informationen. :kaffe: LG




Vollzitat der übersichtlichkeitshalber entfernt. Moderation
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Eagle
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Re: E. Individuelle Wege zu Besserung und Entgiftung

Beitrag von Eagle »

"Kaffee-Einlauf von oben", wie der bekannte Umweltmediziner Dr. med. Joachim Mutter ihn empfiehlt und anwendet. Wer seine Bücher nicht hat - oder so wie ich die konkrete Beschreibung darin noch nicht gefunden hat: In diesem Video erfahrt Ihr mehr zu diesem Thema. Dies stellt eine unverbindliche Information dar und keine Empfehlung. Denn Ihr wisst ja:
-> bei MCS kann eine angestoßene Entgiftung zu Problemen führen, wenn Toxine aus Einlagerungen gelöst, aber nicht nachhaltig gebunden und ausgeleitet werden! Daher empfiehlt sich wie immer eine etwaige Therapie ausschließlich in Abstimmung mit einem Arzt bzw. Klinischen Umweltmediziner.

Link zum YouTube Video
Moritz
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Re: E. Individuelle Wege zu Besserung und Entgiftung

Beitrag von Moritz »

Hallo, der Moritz hier,
es geht um Raumluftfilter, ich habe keine Erfahrung und hoffe auf Tipp´s bzw. welche Geräte in Fragen kommen könnten,
worauf ich achten sollte....
habe 2 Zimmer Whg. ca. 50m²
es geht bei mir hauptsächlich um die Duft/Aroma/Parfums.... Gerüche ! ! von Nachbarn Mitmenschen...
ich danke euch
Grüße von Moritz aus Schleswig-Holstein (Molfsee)
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EkelErtl
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Re: E. Individuelle Wege zu Besserung und Entgiftung

Beitrag von EkelErtl »

Hallo „Eagle“ und „Moritz“,

als Neuling bin ich die letzten Tage in diesem Forum am Stöbern nach interessanten Beiträgen, Fragen und Kommentaren.

Die beiden letzten passen zusammen und gehören tatsächlich hierher, wie hoffentlich auch mein folgender Beitrag, der von beiden angeregt ist.

Fange mal mit dem Beitrag von „Eagle“ an:
„bei MCS kann eine angestoßene Entgiftung zu Problemen führen“
Dieser Einwand dürfte als bewiesen gelten, weshalb ich nur raten kann durch möglichst absolute Vermeidung die weitere Vergiftung zu stoppen und die im Körper angesammelte Vergiftung ganz langsam auf dem natürlichen Wege abzubauen.
Von diesem Problem bei angestoßener Entgiftung abgesehen sehe ich überhaupt keinerlei Sinn in einer künstlich unterstützten Entgiftung, wenn der Versuch der Entgiftung nicht vom Versuch absoluter Vermeidung neuer Vergiftung begleitet wird.

Nun zur Frage von „Moritz“:
Absolute Vermeidung ist nicht durch sogenannte Luftreiniger herstellbar, denn die mobilen Luftreinigungsgeräte können nur ganz langsam eine durch unvermeidbare Infiltration oder gar absichtliche Fensterlüftung eingedrungene Verunreinigung abbauen (exponentielle Zerfallskurve in erster Näherung). Hat man eine permanente Quelle der Verunreinigung, so ist nur ein Gleichgewicht von Zufuhr und Abscheidung herstellbar.
Eine absolute Vermeidung ist praktisch unmöglich. Und genau deshalb ist es ziemlich egal, wie gut die Geruchsabscheidung des mobilen Luftreinigungsgeräts wirkt, ob fast 100 % oder nur 60 % macht praktisch kaum spürbaren Unterschied. Es stinkt weiterhin, halt nur weniger.

Will man einen Raum schaffen (nenne ihn gemäß Vorschlag der „Mondenfrau“ den Clean Room, Link: viewtopic.php?t=5213), der tatsächlich frei von Duftstoffen gehalten werden soll, dann kann das Ziel nur erreicht werden, wenn erstens in diesem Raum keine Duftstoffe emittiert werden und zweitens dieser Raum mit duftstofffreier Luft durchspült wird.

„es geht bei mir hauptsächlich um die Duft/Aroma/Parfums.... Gerüche ! ! von Nachbarn Mitmenschen...“
Meine Antwort: Jage ca. 200 Kubikmeter Luft pro Stunde durch 100 kg Kornkohle. Bei der erreichten Verweildauer kommt von Trillionen Duftstoffmolekülen vielleicht mal eines durch.

Wer im Eigentum wohnt und ernsthaft einen duftstofffreien Raum haben möchte, dem kann geholfen werden. :laechel:
So viel in dieser Schnellantwort.
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EkelErtl
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Re: E. Individuelle Wege zu Besserung und Entgiftung

Beitrag von EkelErtl »

Euler

Aus konkretem Anlass noch eine Bemerkung zum oben genannten Zerfallsgesetz.
Als ich eben kurz in meiner Garderobe war (die außerhalb des luftdichten Kerns liegt), war dort die Luft trotz Luftreiniger mehr verqualmt als draußen.
Es braucht dermaßen lange den infiltrierten Qualm abzubauen, dass es draußen schon lange wieder besser ist, während in der Garderobe der Qualm immer noch nicht abgebaut ist.

Einfache Rechnung dazu, wie in obiger Antwort gesagt, in erster Näherung:

Annahme 100 % Filterung, Umwälzung des Raumvolumens einmal in 10 min.
Reduzierung alle 10 min auf 1/e.
Ziel Abbau des Qualms auf 1/1000, was immer noch ekelhaft wäre, aber deutlich weniger giftig.

Wie lange dauert ein solcher Abbau auf 1/1000?

Gesamtzeit = ln(1000) x 10 min = 69 min

Schon recht lange.

Nun denke man sich eine Qualm- oder Duftwolke, die man auf diese Weise auf 1/1000000 abbauen wollte.
Es bräuchte nochmal so lange, nämlich
Gesamtzeit = 138 min.

Wer das nicht glaubt, frage einen Neuntklässler.
Will damit sagen, dass Fensterlüftung und Luftreiniger zu nichts führen.
Ist ein Raum per se nach draußen undicht, dann lässt sich niemals eine für echt Hochempfindliche erträgliche Konzentration herbeiführen. :daumenr:
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EkelErtl
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Re: E. Individuelle Wege zu Besserung und Entgiftung

Beitrag von EkelErtl »

L-Glutathion (reduzierte Form)

Eine ganz kurze Antwort dazu.
Dass die Wirkung eher als neutral beurteilt wurde (siehe Start-Beitrag ganz oben), kann drei Ursachen haben.
1. Es wurde eine relativ geringe Dosis von wenigen 100 mg/d verabreicht.
2. Die Einnahme erfolgte nicht in Magensaft-resistenten Kapseln und/oder in falscher Folge mit der Nahrungsaufnahme. *)
3. Die Probanden hatten kein explizites Defizit, also genug vom eigenen Stoffwechsel reduziertes Glutathion im Körper, weil kein genetisch bzw. epigenetisch bedingter Mangel an Glutathion-Reduktase vorlag.**)

*: Wieder so ein Punkt, der das Leben mit MCS etwas weniger spontan macht. Die Einnahme muss gut geplant werden. :nichen:
**: Es ist kein Wundermittel. Es hilft wahrscheinlich nur denjenigen, die konsequent Schadstoffbelastungen vermeiden und tatsächlich einen Mangel an Glutathion-Reduktase kompensieren müssen. Es hilft dem relativ gesunden Mit-Betroffenen, der seine Expositionen im Griff hat.

Die Hauptwirkung sehe ich weniger in der Entgiftung, sondern mehr in der Energiebereitstellung. Es hilft spürbar dem "gesunden" Müden. Der "kranke" Müde muss zunächst seine Exposition in den Griff bekommen. :traurig: